Europäisches Forschungsprojekt PI-SCALE

Transparent und flexibel – die neue Leichtigkeit des Lichts

Fraunhofer FEP / 18.3.2019

Ultradünn, transparent und biegsam – diese Attribute zeichnet die innovative OLED-Technologie aus. Im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes PI-SCALE , mit insgesamt 14 Partnern, fungieren die Lichtexperten der EMDE development of light als sogenannter „Launching Customer“, sprich als Pilotkunde. Zusammen mit namhaften Unternehmen wie der AUDI AG, Pilkington und REHAU tragen die Experten mit ihrem Know-how dazu bei, eine im Aufbau befindliche Pilotlinie unter dem „Branding“ LYTEUS an die Bedürfnisse von Markt und Kunde anzupassen. Ziel ist es, die innovative OLED-Lichttechnologie mittelfristig für Unternehmen jeder Größe verfügbar zu machen, um Produkte kosteneffizient und schnell zur Marktreife zu bringen. Beispielhaft für neuen Möglichkeiten im Lichtdesign präsentiert die EMDE development of light GmbH auf der Münchner LOPEC (19. bis 21. März 2019), erstmals den Prototypen für ein Lichtkunstobjekt, welches die Ästhetik und immaterielle Anmutung der neuesten OLED-Technologie zeigt.

© EMDE development of light GmbH

“COLORLOOP” Prototype

Der Prototyp mit dem Namen „COLORLOOP“ wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem Künstler und Gründer der GmbH - Thomas Emde und seinem Mitarbeiter, dem Produktdesigner Christoph Petersen, entwickelt. Der übergreifende Gestaltungsansatz ist dem Objekt anzusehen – es ist zugleich ästhetisches Kunstwerk und smartes, technologisch hoch innovatives Lichtobjekt.

Das Team der EMDE development of light GmbH verfügt über langjährige Erfahrung mit dem neuen Licht der OLED und entwickelte u.a. die weltweit erste OLED-Leuchtenserie, die seit Herbst 2016 unter der eigenen Marke OMLED auf dem Markt ist. Organische Leuchtdioden OLEDs können nicht nur angenehm warmes und blendfreies Licht erzeugen, sondern auch farbig, transparent und flexibel sein. Um das schier unendliche Anwendungspotential der OLED zu demonstrieren, entwickelte das interdisziplinär arbeitende Team aus Künstlern, Designern und Ingenieuren ein Lichtobjekt, welches spielerisch mit additiver Farbmischung und der immateriellen Ästhetik der hauchdünnen und biegbaren OLEDs umgeht.

Produktdesigner Christoph Petersen von EMDE development of light über die Motivation zur Entwicklung des Demonstrators: „Unser Ziel ist es, die vielfältigen neuen Anwendungsmöglichkeiten des OLED-Lichtes an einem Objekt zu zeigen, mit welchem der Nutzer interagieren kann. Unser Lichtobjekt „COLORLOOP“ spielt mit dem Effekt der additiven Farbmischung, indem sich mithilfe einer magnetischen Kontaktierung OLEDs in den drei Lichtfarben Rot, Gelb und Blau an Federstahlringen unterschiedlich anordnen lassen. Die Federstahlringe dienen dabei sowohl zur elektrischen Kontaktierung und mechanischen Fixierung  als auch dazu, die flexiblen OLEDs in Form zu bringen. Ein Vorteil durch die Konstruktion des Lichtobjektes besteht in der einfachen Austauschbarkeit jeder einzelnen OLED. “

Thomas Emde ergänzt: „Mit COLORLOOP wollen wir das neue transparente Licht direkt aus dem Labor der Öffentlichkeit vorstellen und Anwendungsmöglichkeiten von OLED-Licht zur Gestaltung von Raum und Atmosphäre zeigen. Wir sehen in der immateriellen Anmutung der transparenten OLEDs und der damit verbundenen Leichtigkeit neue Möglichkeiten, Licht als gestalterisches Element für unsere Lebensräume einzusetzen. Uns geht es beim COLORLOOP nicht in erster Linie um einen funktionalen Nutzen, sondern vielmehr darum, eine besondere Atmosphäre durch das übereinanderschichten der verschiedenen Lichtfarben zu erzeugen.“  

Für den COLORLOOP wurde gemeinsam mit dem Forschungspartner VTT aus Finnland ein batteriegetriebener Treiber mit programmierbarer Steuerung entwickelt. So kann bei dem Lichtobjekt auf ein Kabel verzichtet werden und verschiedene Lichtszenen sind abrufbar.

Die transparenten und flexiblen OLEDs stammen vom Fraunhofer FEP in Dresden. Die dortigen Pilot- und Forschungslinien für Rolle-zu-Rolle und Sheet-to-Sheet-Fertigung von OLEDs sind die derzeit europaweit einzigen, auf denen diese neue Technologie gefertigt werden kann. Herausforderungen bei der Produktion und Integration der OLED in verschiedene Anwendungen wollen die Teams von EMDE und dem Fraunhofer FEP künftig zusammen angehen und sind offen für die Weiterentwicklung mit Partnern aus der Industrie.

Der Prototyp ist während der LOPEC 2019, vom 19. bis 21. März 2019 im ICM, München, am Stand Nr. 216 (Halle B0) der OE-A zu sehen. Darüber hinaus wurde der genannte Design-Demonstrator von EMDE  bei der diesjährigen OE-A Competition 2019 eingereicht.

Demonstrator Competition LOPEC 2019:

Ausstellungsstand: OE-A Stand

Stand Nr. Halle B0, Nr. 216

Weitere Informationen zur OE-A Competition auf der LOPEC